Wettbewerb Reininghauspark und Grünachse

Planung: 2016 // Ort: Graz  // Leistungen: Wettbewerbsentwurf // KooperationspartnerIn: Monsberger Garten- und Landschaftsarchitektur // Auslober: Stadt Graz

KONZEPT
<<< Die Brunnen
Brauereien wurden dort situiert wo es auch gutes Wasser für die Bierherstellung gab. Die zwei Brunnen erzählen eine lange Tradition und Geschichte. Sie sind identitätsstiftend und prägen den Ort. Der Entwurf betont die Bedeutung des Wassers für Graz Reininghaus und hebt die Brunnen bewusst hervor. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Plätze zum Thema Wasser. Der "Trink-Brunnenplatz" bei der Wiesenarena im Osten zeigt verschiedene Arten von Brunnen, die zum Trinken, Pumpen, Spielen, Abkühlen ... anregen. Während der "Quell-Brunnenplatz" am Weiher das Wasser inszeniert, indem es über einen Wasserfall in den Teich fließt und das Gefühl vermittelt, dass der Teich vom Brunnen gespeist wird.
<<< Der "Grüne Fluss"
Von Norden nach Süden zieht sich der "Grüne Fluss", eine mäandrierendes Funktionsband, das an das prägende Element Wasser und seine Bedeutung für Reininghaus, erinnert.
<<< Der Reininghausweiher und die Wiesenarena
Im Osten erstreckt sich rund um den "Trink-Brunnenplatz" eine weitläufig, abgesenkte Wiesenfläche, die teilweise mit Sitzstufen terrassiert wird. Das Dach von der Pergola an der ÖV Achse ragt in Richtung Wiesenarena und kann so gut für Veranstaltungen genutzt werden. In den Randbereichen werden die Wiesenflächen von Baumpflanzungen eingerahmt, vereinzelt werden Schattenbäume in die Wiesenflächen eingestreut. Auf der westlichen Parkseite liegt ein großzügiger Weiher, der an die ehemaligen Eisteiche erinnert. Stilisierte Eisblöcke am Wasserrand laden zum Verweilen und Beobachten ein. Hainartige Baumpflanzungen und sanfte Aufschüttungen formen hier differenzierte Aufenthaltsbereiche. Holzdecks schieben sich in die Geländemodellierungen und schaffen Rückzugsräume. 

AUSZUG JURYPROTOKOLL (Vorsitz: DI Marianne Mommsen, relais Landschaftsarchitekten, Berlin):
Das Projekt besticht sowohl in seiner städtebaulichen Einbindung in den Stadtraum, als auch in seinen innenräumlichen Qualitäten als kohärente Einheit. Grünachse und Park sind sowohl gestalterisch, als auch durch das vorgeschlagene Nutzungsband des "grünen Flusses" intensiv miteinander verwoben. Die räumlich/funktionelle Gliederung des Parks in eine offene Ost- und eine durch die große Wasserfläche des Weihers definierte Westhälfte scheint schlüssig gerade in Hinblick auf die Balance von Nutzungsneutralität bei gleichzeitiger Ausbildung spezifischer Räume, welche Nutzungen und Atmosphären generieren. Die dreiseitige, mehrreihige Baumschicht stellt einen homogenen Filter zwischen der zu erwartenden heterogenen Bebauung und der inneren Freifläche dar und lässt Straßenräume hoher Qualität erwarten. Die Gestaltqualität der Einzelmaßnamen (Brunnenplätze) wird positiv gesehen. Generell stellt das Projekt ein robustes Konzept für eine Weiterentwicklung dar.