Das neue Eingangsgebäude bildet den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Botanischen Gartens und verbindet das Glashaus mit dem Bestandsgebäude. Die klare Bogenform nimmt die Symmetrie der Gartenanlage auf und öffnet ein weites Panorama in die Freianlagen. Durch die transparente Architektur mit Holz, Glas und feinen Lamellen entstehen helle Innenräume, die fließend mit dem Außenraum verbunden sind. Der Vorplatz wird durch ein auskragendes, elegant geschwungenes Vordach definiert, das Besucher willkommen heißt und eine einladende Geste zum Botanischen Garten schafft.
Die städtebauliche Setzung optimiert den Nutzungsbereich zwischen Besuchern und Mitarbeitern/Gärtnern und respektiert die historische Struktur des Formalgartens. Die zentrale Freitreppe wird in ihrer historischen Lage und Symmetrie wiederhergestellt; die barrierefreie Erschließung erfolgt über neue seitliche Rampen entlang des Formalgartens. Im Ideenteil entsteht ein neu organisierter Wirtschaftshof: Werkstätten, Lager und Garagen im Erdgeschoss sowie ein heller, nutzungsflexibler Sozialtrakt mit Aufenthaltsbereichen und Terrassen im Obergeschoss. Teile des bestehenden Sozialtrakts werden zu einem lichtdurchfluteten Veranstaltungssaal umgebaut. Ein verglaster Korridor bzw. Wintergarten bildet eine verbindende Spange und schafft die barrierefreie Anbindung zur naturkundlichen Station. Das Cabrio-Glashaus dient dabei als saisonal flexibel nutzbares Bindeglied.
Auf dem Dach entsteht ein extensives Biodiversitäts-Gründach mit Retentionselementen, variierenden Substrathöhen, Grobkiesbereichen und Insektenhabitaten, dass die ökologische Qualität des Gebäudes steigert. Die Regenwassersysteme von Bestand und Neubau werden gekoppelt; überschüssiges Regenwasser wird in einer zentralen Zisterne gesammelt und zur Bewässerung der Gartenflächen genutzt. Das Gesamtkonzept schafft damit eine nachhaltige, funktionale und atmosphärisch starke Ergänzung zum Botanischen Garten Linz.
Lageplan 1:500